Corona Krise – Führt die Soziale Distanz in Einsamkeit und Depression?

von | Apr 1, 2020

 

 

Soziale Distanz führt in der Corona Krise ins Leere

 

Sinnvoller wäre es, so die Psychotherapeutin Eva Rosenkranz sich nicht sozial, sondern nur räumliche zu distanzieren, also „spatial distancing“ zu praktizieren.

Beziehungen, menschliche Nähe, zwischenmenschliche Kontakte brauchen wir in der aktuellen Lage mehr denn je. Somit sollten wir möglichst viel soziale Nähe bei räumlicher Distanz (Matthias Varga von Kibéd) suchen, leben und pflegen. Die modernen Techniken machen das möglich. Menschliche Nähe und Beziehungen sind heilsam. G. v. Witzleben postulierte drei menschliche Kernbedürfnisse: nach Autonomie, nach Überblick und Orientierung, sowie unser Bedürfnis nach Beziehung. Diese können wir selber oder mit Hilfe befriedigen. Wie?

Wir sollten uns bewusst machen, dass die jetzige Situation ein vorrübergehender Zustand ist. „Es wird ein Leben nach Corona geben“, sollte der Gedanke sein, der die Endlichkeit dieses Zustands betont. Inneres Wachstum erfahrungsgemäß nicht in der Komfortzone geschieht, sondern an ihren Rändern. Die gegenwärtige Krise kann auch als eine persönliche Herausforderung angenommen werden, an dem wir unsere Widerstandskraft trainieren können. Wenn etwas eine Herausforderung ist und ich nicht ein Opfer bin, bleibe ich autonom und handlungsfähig. Menschen wie Dietrich Bornhöfer und Viktor Frankl, die extreme Belastungen überlebt haben, beschreiben dass ihnen diese Haltung Leichtigkeit, Zuversicht und nicht zuletzt Humor für ihre Psyche gegeben habe, aber auch für ihren Körper überlebensnotwendig waren (Filmtipp: „das Leben ist schön“ von Roberto Bengini).

Was kann ich während der Corona Krise noch für mich tun?

Dr. Michael Bohne, Psychiater aus Hannover unterscheidet mit einem Augenzwinkern in der Corona Krise zwischen den „Emokokken“ und den „kognokokken“, welche emotional bzw. kognitiv wirken. Die von ihm benannten „Emokokken“ sind infektiöse Gefühle, z.B. Ängste, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. „Kognokokken“ rauben uns Energie durch z.B. katatrophierenden Gedanken. Folgt man den Erfahrungen von Bornhöfer und Frankl, so ist es also hilfreich positive Gedanken, Mut, Sinn und Zuversicht zu entwickeln und sich damit selbst gegen negative Gefühle wie Ängste und Hoffnungslosigkeit zu impfen.

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