Wichtige Mitteilung

Die Praxis bleibt wegen Urlaub vom 31.8.2019 - 30.9.2019 geschlossen.

Systemische Therapie

Eine „gestörte“ Psyche ist immer auch Ausdruck eines gestörten Systems

Die Systemische Therapie hat sich aus der Arbeit mit Familien und Familiensystemen in den 50er Jahren entwickelt. Theoretische Grundlage heutiger Systemischer Therapie sind Kommunikationstheorie, Kybernetik, Systemtheorie und sozialer Konstruktivismus.

Kerngedanke der Systemischen Therapie ist die Annahme, dass der Schlüssel zum Verständnis und zur Veränderung von Problemen weniger in der behandelten Person allein liegt, sondern im (familiären und gesellschaftlichen) Zusammenhang, in dem das Problem steht, zu finden ist. Die systemische Therapie stellt neben Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und den humanistischen Therapien eine weitere bedeutende Therapieform dar.

Systemische Therapie ist an Beziehungsprozessen der Personen interessiert, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems beteiligt, und daher auch für Veränderungs- und Lösungsprozesse von Bedeutung sind. Dazu gehören nicht unbedingt nur Familienmitglieder, auch andere Personen oder Institutionen können von Bedeutung sein (die beteiligten Personen müssen bei einer Systemischen Therapie jedoch nicht unbedingt anwesend sein).

In der Entwicklung von Familientherapie und systemischem Denken kam es zur Ausbildung diverser verschiedener Richtungen, wobei die Haltung von systemischen Therapeuten mal mehr die eines direktiven Experten (z.B. strategische und strukturelle Familientherapie) bzw. die eines Partners (z.B. konstruktive, narrative und lösungsorientierte Ansätze) sein wird.

In systemischen Therapien werden oft metaphorische Techniken eingesetzt, insbesondere sogenannte Skulpturen. Dabei werden beispielsweise Familienmitglieder von einer Person derart im Raum aufgestellt, so dass die Position und

 

Haltung der Mitglieder ein Bild ihrer familiären Beziehungen ergibt. Das mittlerweile recht bekannte „Familienstellen nach Hellinger“ stellt eine spezifische Variante dieser Technik dar, die in Fachkreisen und auch von uns im Zentrum für Kindesentwicklung, Supervision und Familientherapie sehr kritisch gesehen wird.

Verwendet werden in der systemischen Therapie „zirkuläre“ Fragen sowie weitere Frage- und Interventionstechniken, die gleichermaßen dazu dienen, das Problem und die Sicht darauf zu erkennen und diese zu „verstören“ und somit neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten eröffnen.

Die Systemische Therapie arbeitet neben Familien auch mit Einzelpersonen, Paaren (Paartherapie) und Organisationen. Im Gegensatz zu vielen anderen Therapien können die Sitzungen in unregelmäßigen und oft größeren Abständen stattfinden, dies richtet sich nach dem Bedarf der Klienten.

Systemische Therapie ist Richtlinienpsychotherapiemethode

Im Rahmen der Nutzenbewertung der Systemischen Therapie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss für die Zulassung als weiteres Psychotherapie-Richtlinienverfahren konnte ihr Nutzen und ihre Wirksamkeit ausreichend belegt werden. Dabei wurde ihre Wirksamkeit nachgewiesen und durch den Bundesausschuss für die Bundesrepublik Deutschland landesweit anerkannt.

(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Familientherapie 2016)

Angst schwächt das Immunsystem

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Carnegie Mellon University (USA). Angst allein könne demnach ausreichen, um das Immunsystem soweit zu schwächen, das man sich eher ansteckt und erkrankt.

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Therapieformen Psychologie

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